Abendprogramm

Freitag

Geschichtenerzähler KAI und Spinning Wheel

Auch dieses Jahr werden uns Geschichtenerzähler KAI und Spinning Wheel am Freitag Abend auf das Mittelerdefest einstimmen. Dieses Jahr wird die Geschichte des "grünen Ritters" zu hören sein:

 

„Der grüne Ritter“

 

Nur die besten der Besten können Ritter der Tafelrunde werden. Aber welcher von ihnen ist der allerbeste? Mitten ins Fest in König Arthurs Halle platzt ein seltsamer Fremder und fordert die Ritter der Tafelrunde zu einem „kleinen Spielchen“ heraus. Wer wird sich als würdig erweisen, diese Herausforderung zu bestehen?

 

 

Der „Grüne Ritter“ ist eine mittelenglische König Arthur-Romanze, die um 1400 niedergeschrieben wurde, aber auf eine deutlich ältere mündliche Tradition zurückgeht. Tolkien hat sich intensiv damit beschäftigt und sie in modernes Englisch übersetzt.

 

KAI erzählt ansonsten besonders gerne Märchen (aus Europa), Mythen (von König Arthur, Odysseus, Cuchullin, Siegfried und den Nibelungen), Sagen (aus Österreich), Balladen (von Goethe, Schiller und Fontane) und wahre Geschichten (von bemerkenswerten Menschen) und das schon seit zwei Jahrzehnten.

 

Spinning Wheel wird KAI bei seiner Geschichte musikalisch begleiten. Die musikalische Inspiration von Spinning Wheel entspringt mehreren Quellen: Einerseits der Folkmusik, die aufgrund ihrer direkten und unverfälschten Herkunft und wegen dem handwerklich-akustischen Klangbild besonders berührt. Andererseits der keltischen Kultur, die in Einsprengseln in ganz Europa zu finden ist.
Auch das Geschichtenerzählen ist Spinning Wheel ein wichtiges Anliegen. Keltische und insbesondere irische Lieder erzählen von Leid und Liebe; Weinen und Lachen; von menschlicher Größe und Schwäche; von Geburt und Tod. Mit Musik wollen sie diese Geschichten, die Wurzeln unserer Gesellschaft, hörbar und erlebbar machen.

 

www.geschichtenerzaehlen.at
www.spinningwheel.at

Vortrag "Wer war J.R.R. Tolkien"von Annika Röttinger

Ein alter Mann mit Pfeife im Mundwinkel? Ein genialer Geschichtenerzähler und Weltenschöpfer? Ein Oxford-Professor im Tweedjackett? Ein erfinderischer Familienvater? Ein Bestsellerautor und "Begründer der modernen Fantasy"? – Wer war denn nun dieser J.R.R. Tolkien? Dieser Vortrag beschäftigt sich mit dem "John Ronald", der hinter dem "Tolkien" steckt, und gibt einen chronologischen Überblick über Leben und Wirken des britischen Schriftstellers.

 

 

 

Annika Röttinger beschäftigt sich schon lange mit der Biographie J.R.R. Tolkiens. Sie schloss ihren Fachmaster in Geschichte mit einer Arbeit ab, die Tolkiens Erfahrungen im Ersten Weltkrieg und deren Auswirkungen auf sein Werk untersucht. Ihre Bachelorarbeit schrieb sie über die Ähnlichkeit von Tolkiens Rohirrim zu den Angelsachsen des Hochmittelalters. Bei der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V. ist Annika die Beauftragte für Internationale Gäste.

 

Samstag

Konzert von Weibsvolk

Wild und zugleich zart, temperamentvoll und doch anmutig: So kennt man uns, die 4 Weiber mit den weitfliegenden blauen Röcken, wie wir mit Sang und Klang von Fest zu Fest ziehen und uns unter das mittelalterliche Markttreiben mischen. Das Weibsvolk tummelt sich überall dort, wo man singt, lacht und tanzt, also: Rafft die Röcke, schnürt die Mieder, Weibsvolk spielt wieder!

Konzert von Koenix

Koenix reist nach Mittelerde - mit jeder Menge Party im Gepäck. Es wartet ein atemloses Konzert: Fünf Musiker spielen peitschende Rhythmen, Melodien steigen hoch in die Luft, bleiben hängen und stürzen ekstatisch ins nächste Tal. Ihre Konzerte sind eine Reise in eine andere Welt: voller Freude, voller Bewegung.

Hier könnt ihr schon mal reinschnuppern in die Musik von Koenix: https://vimeo.com/215409836

Vortrag "Es ist nicht alles Gold, was glänzt - die Advokaten des "Bösen" klagen an" von Tobias Eckrich und Annika Röttinger

Dieser Programmpunkt geht (augenzwinkernd) der Frage nach Gut und Böse in Mittelerde auf den Grund: Wer definiert eigentlich, wer "die Guten" sind? Welche Ungerechtigkeiten sind Sauron & Co. widerfahren und wo wurden bei den "Guten" mal wieder alle drei Augen zugedrückt? Wer steht für die Rechte der zu Unrecht betitelten "Bösen" ein? Schließlich sollte auch in Mittelerde die Unschuldsvermutung gelten: unschuldig bis zum Beweis des Gegenteils. Wer wurde denn für die schwere Körperverletzung mit temporärer Todesfolge an Herrn von und zu Sauron letztendlich zur Rechenschaft gezogen? Isildur jedenfalls nicht, soviel ist sicher! Deshalb unterbrechen zwei Ad­vo­katen der Kanzlei Morgoth, Ungolianth & Partner die Schlacht am Morannon um endlich einmal Tacheles zu reden. Vor dem Schwarzen Tor rufen sie das Hohe Gericht Erus an!

 

 

 

In diesem Programmpunkt, der eine Mischung aus Vortrag und Theaterstück ist, gehen Annika Röttinger und Tobias M. Eckrich, Mitglieder der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V., dem Thema auf den Grund. Dabei geht es zwar in gewohnt amüsanter Art und Weise zu, doch bietet er ebenfalls genug Stoff zum Nachdenken sowie für die angeschlossene Diskussion. Die beiden haben sich in der Bibliothek Minas Tiriths eingeschlossen und zu allen drei Zeitaltern Mittelerdes geforscht. Dabei haben sie einiges zu Tage gebracht.