Abendprogramm

Freitag

Vortrag von Annika Röttinger (DTG):

"Die Totensümpfe der Somme: Wie sich Tolkiens Kriegserlebnisse auf sein Werk auswirkten"

 

Ein kauziger alter Professor sitzt Pfeife rauchend in seinem Studierzimmer und schreibt an seiner Mythologie. So stellt man sich J.R.R. Tolkien gemeinhin vor. Dazu will das Bild eines jungen Offiziers in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs nicht so recht passen. Und doch ist es der selbe Mensch. Tolkien, nach eigener Beschreibung ein besserer Dichter als Soldat, kämpfte 1916 auf britischer Seite in der Schlacht an der Somme.

Diese traumatischen Erfahrungen sowie der Verlust vieler Freunde spiegelt sich in seinen Werken wider, sehr deutlich im Herrn der Ringe. Eines der visuell deutlichsten Elemente sind die Totensümpfe westlich von Mordor. Sie erinnern in ihrer Beschreibung sehr an die Kriegslandschaft der Somme, vor allem an das Niemandsland zwischen den Stellungen.

Dieser Vortrag beleuchtet die Einflüsse der Kriegslandschaft auf den jungen Tolkien und zeigt, wo sich Gegenüberstellungen finden lassen. Dabei werden sowohl Tolkiens Erlebnisse an der Westfront als auch die Beschreibungen im Werk untersucht.

 

 

Annika Röttinger schloss ihren Fachmaster in Geschichte mit einer Arbeit ab, die J.R.R. Tolkiens Erfahrungen im Ersten Weltkrieg und deren Auswirkungen auf den Herrn der Ringe behandelt. Ihren Bachelor in Mediävistik beendete sie mit einer Arbeit, die die Ähnlichkeit von Tolkiens Rohirrim zu den Angelsachsen des Hochmittelalters untersucht. Bei der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V. ist Annika die Beauftragte für Internationale Gäste.

Geschichtenerzähler KAI und Spinning Wheel

 

Tolkien war bekanntlich ein angesehener Professor für englische Sprache in Oxford und vor allem seine Vorlesung „Beowulf: Die Ungeheuer und ihre Kritiker“ ist heute noch Pflichtlektüre für jeden, der sich mit dem Mythos des legendären nordländischen Helden auseinandersetzt. Wir freuen uns deshalb, dass KAI, der seit zwei Jahrzehnten als professioneller Geschichtenerzähler tätig ist, uns am Freitagabend seine Version des Heldenepos darbieten wird. Macht euch also gefasst auf eine der größten und ältesten Heldengeschichten, die den Erschaffer von Mittelerde so inspiriert hat!
KAI erzählt ansonsten besonders gerne Märchen (aus Europa), Mythen (von König Arthur, Odysseus, Cuchullin, Siegfried und den Nibelungen), Sagen (aus Österreich), Balladen (von Goethe, Schiller und Fontane) und wahre Geschichten (von bemerkenswerten Menschen).

Zusammen mit KAI werden „Spinning Wheel“ für euch den Beowulf erlebbar machen:

Die musikalische Inspiration von Spinning Wheel entspringt mehreren Quellen:
Einerseits der Folkmusik, die aufgrund ihrer direkten und unverfälschten Herkunft und wegen dem handwerklich-akustischen Klangbild besonders berührt. Andererseits der keltischen Kultur, die in Einsprengseln in ganz Europa zu finden ist.
Auch das Geschichtenerzählen ist Spinning Wheel ein wichtiges Anliegen. Keltische und insbesondere irische Lieder erzählen von Leid und Liebe; Weinen und Lachen; von menschlicher Größe und Schwäche; von Geburt und Tod. Mit Musik wollen sie diese Geschichten, die Wurzeln unserer Gesellschaft, hörbar und erlebbar machen.

 

www.geschichtenerzaehlen.at
www.spinningwheel.at

 

Samstag

Vortrag von Tobias Eckrich (DTG):

"Ohne Tolkien keine Fantasy. Von Alice im Wunderland bis Harry Potter"

 

Gäbe es ohne Tolkien wirklich keine Fantasy? In einem unterhaltungsvollen Vortrag soll dieser steilen These nachgegangen werden und wird sich dabei einmal durch die Fantasy-Gesichte Arbeiten und schauen welchen Anteil Tolkien wirklich daran hatte. Den Märchen gibt es ja schon lange und sind Märchen und Fantasy nicht ein und das gleiche?

 

Tobias Eckrich ist der Vorsitzende der Deutschen Tolkien Gesellschaft e.V.

Konzert von Fuchsteufelswild

 

Nach ihrem Debut „Weltenmeer“ im Februar 2016 legten FuchsTeufelsWild noch im Sommer desselben Jahres nach und stellten mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne und der tatkräftigen Unterstützung vieler Fans, Freunde und Bekannten eine Live-CD-Produktion auf die Beine. Aufgenommen wurde das Konzert am 16.07.2016 in ihrer  Heimatstadt auf dem Regensburger Spectaculum. Neben zahlreichen Kameraleuten, Sound-, Licht-und Pyrotechnikern lud sich die Band zu diesem besonderen Anlass auch namhafte Gastmusiker ein – so bereicherten unter anderem Musiker von Corvus Corax und Nachtgeschrei sowie der Erfinder von „Bernd das Brot“ und Grimme-Preis-Träger Tommy Krappweis die energiegeladene Show der Füchse.

Zusammen mit ihren Gästen vereinen Frontmann Basti aka Cordoban der Verspielte (ehemals Feuerschwanz & Saltatio Mortis) und seine jungen Kollegen musikalische Einflüsse aus ganz Europa und quer durch die Jahrhunderte hindurch. Von mittelalterlichem Minnesang über Balkan-Folk und Bavarian Brass bis zu Poetry Slam und Hip Hop verbinden sich die verschiedenen Zutaten und ergeben etwas völlig Neues: Rockige Weltmusik mit einem gehörigen Anteil Folk und dabei frisch und zugänglich für Jung und Alt.